Ein kleines Holzhaus neben drei Stapeln Münzen mit jeweils einer kleinen Pflanze darauf

Tiny House Versicherung von Vivema – Was taugt diese?

Ein Tiny House wird letztlich wie ein ganz normales Haus behandelt, sobald man dauerhaft darin wohnen möchte. Bestehende Versicherungen für Häuser sind nicht wirklich auf die Bedürfnisse von Tiny Houses abgestimmt, die Tiny House Versicherung von Vivema aber schon. Hier gehen wir genauer auf das Angebot ein.

Der Umzug in unser eigenes kleines Tiny House „Shallot“ steht bald bevor und da muss man sich natürlich auch Gedanken zum Thema Versicherung machen. Unsere Recherche hat einige Treffer ergeben, aber das Angebot von Vivema ist das einzige, das genau auf das Leben im Tiny House abgestimmt ist. Nach einigem Kontakt mit dem Anbieter haben wir uns dafür entschieden, diese Versicherung selbst abzuschließen. Nun sind wir außerdem auf deren Webseite als Experten gelistet: www.tinyhouse.versicherung

Der folgende Beitrag ist keine bezahlte Werbung des Anbieters, sondern unsere Meinung zu dessen Angebot. Außerdem würden wir nie etwas empfehlen, wovon wir nicht selbst überzeugt sind. Daher haben wir die Versicherung auch selbst abgeschlossen.

Eine Versicherung für das ganze Tiny House

Grundsätzlich unterscheidet sich die Absicherung eines Tiny Houses nicht allzu sehr von anderen „gebäude- ähnlichen“ Einrichtungen, wie zum Beispiel einem Campingwagen. Ihr kleines Haus unterliegt (wie jede herkömmliche Immobilie auch) zahlreichen Umwelteinflüssen. Gerade die letzten Jahre haben gezeigt, wie sinnvoll eine Absicherung von Schäden durch Sturm oder Hagel ist. Ebenfalls ist es immer sinnvoll, gegen Beschädigungen durch Einbruchdiebstahl oder falls ein direkter Wasseranschluss besteht, gegen Leitungswasserschäden abgesichert zu sein. 

Auch wenn man im Tiny House mit weniger „Hausrat“ leben wird, als in einer regulären Wohnung oder Haus, einige Dinge kommen doch zusammen und da lohnt sich eine Hausratversicherung sehr schnell.

Das Grundpaket

Im Folgenden gehe ich genauer auf die vier Versicherungssparten ein, die Vivema Tinyhouse Versicherung „Grundpaket“ fix enthalten sind. Darüber hinaus gibt es noch einige weitere Versicherungen, die man nach Bedarf hinzufügen kann. Das Grundpaket kann man bereits ab 11,84€ / Monat bekommen (abhängig von der genauen Versicherungssumme).

Tiny House Hausratversicherung

So richtig gemütlich wird es im Tiny House erst, wenn es fertig eingerichtet ist – Fernseher und Spielkonsole haben ihren Platz, die Möbel stehen an Ort und Stelle und auch die Deko ist so, wie ihr es euch vorgestellt habt. Durch einen Sturm oder einen Einbruch können jedoch kleine und größere Schäden am Inventar entstehen. Die Hausratversicherung kommt in diesem Fall dafür auf und erstattet die Reparaturkosten. Bei einem Totalschaden erhaltet ihr den Neuwert vergütet. Versichert sind beispielsweise Bargeld, Kleidung, Möbelstücke und Elektronikgeräte, wenn sie durch Brand, Feuer, Sturm, Hagel, direkten Blitzeinschlag, Einbruchdiebstahl, Vandalismus (im Zuge eines Einbruchs), Elementarschäden (wie etwa Erdbeben, Erdrutsche, Lawinen, Rückstau, Schneedruck oder Überschwemmungen) beschädigt oder zerstört wurden.

Tiny House Gebäudeversicherung

Es kann passieren, dass direkt am Tiny House Schäden entstehen. Beispielsweise kann sich durch einen Sturm ein fest verbautes Teil lösen oder das Dach abgedeckt werden. Die Kosten dafür sind schon relativ hoch, auch Hagelschlag kann entsprechende Schäden anrichten. Seltener passieren verheerende Brandschäden, die jedoch im Regelfall einen Totalschaden am Tiny House anrichten. Zu schnell wäre ohne passender Absicherung der Traum vom kleinen Häuschen zerplatzt.

Tiny House mit vielen Fenstern auf einer Wiese mit Himmel im Hintergrund

Viele Fenster, wie in unserem Tiny Combi, bringen viel Licht und sehen stylisch aus und so viel Glas kann man gut mit einer Glasbruchversicherung schützen.

Tiny House Glasbruchversicherung

Auch hier können beispielsweise durch Einbruch oder Brand Schäden an der Verglasung eures Tiny Houses entstehen. Selbst wenn die Fenster im Tiny House nicht aus Glas, sondern auf Kunststoff bestehen sollten, greift unsere Glasbruchversicherung. Dabei ist die Versicherung nicht nur auf die Fenster beschränkt. Beispielsweise sind auch gläserne Einrichtungs- und Kunstgegenstände mitversichert (jedoch immer zum „Materialwert“, selbst wenn der „Kunstwert“ höher sein sollte). Außerdem sind Aquarien und Kochflächen aus Glas miteingeschlossen.

Tiny House Haftpflichtversicherung

Sollte eine dritte Person durch den Betrieb des Tiny Houses zu Schaden kommen, da könnten bei einem Sturm Teile rumfliegen oder bei einem Brand ein Nachbargrundstück in Mitleidenschaft gezogen werden, steht die Haftpflichtversicherung von Vivema zur Abwicklung solcher Fälle bereit.

Weitere, optionale Pakete

Mit dem Grundpaket ist man bereits gegen das Gröbste abgesichert, aber die Versicherung bietet noch einige weitere Komponenten.

Mit dem Wasser-Paket ist man gegen Leitungswasserschäden am Tiny House und am Hausrat/Inventar (inkl. Bruch- und Frostschäden) versichert. Die 10% extra lohnen sich auf jeden Fall, denn eine undichte Leitung im Holzhaus kann ganz schnell massive Schäden und Langzeitfolgen (z.B. Schimmel) nach sich ziehen.

Das Outdoor-Paket bietet Versicherungsschutz gegen Diebstahl des Tiny Houses (sehr cool bei einem beweglichen Haus) und z.B. Sportgeräte wie Fahrräder, Surfbretter o.ä. Außerdem sind Gartenmöbel und anderes Inventar, wie z.B. Wäschespinnen versichert. Außerdem werden hiermit auch Hotel- oder Schlossänderungskosten im Versicherungsfall abgedeckt. Mit nur 4€ im Monat kann man hier nicht viel falsch machen, gerade wo man sogar gegen Totalverlust durch Diebstahl abgesichert ist. 

Wenn man das Tiny House außerdem um eine Photovoltaik-Anlage erweitert, könnte auch das Autarkie-Paket interessant sein. Mit diesem ist man beispielsweise gegen Bedienfehler oder innere Betriebsschäden abgesichert. Bei einem Preis von zusätzlich 3€/Monat muss man abwägen, ob sich das für einen lohnt. Hier spielt sicherlich auch der Wert der Anlage eine Rolle, für ein sehr großes und teures System könnte es schon interessant sein.

Zu guter Letzt gibt es auch noch ein Vermieter-Paket. Wenn du dein Tiny House also vermieten möchtest, bist du mit diesem Zusatz gut abgesichert. Dieses Paket bietet Versicherungsschutz für Sachschäden durch Mieter, Mietausfall infolge eines versicherten Schadens oder auch für den Verlust von Schlüsseln oder Key-Karten. Diese 4€/Monat können einem sicher mehr Seelenruhe einbringen, wenn man das eigene Tiny House vermietet.

Wichtig zu beachten ist, alle bisher genannten Versicherungen gelten nur für die Zeit, in der das Haus fest auf eurem Grundstück steht. Wenn ihr euer Tiny House für den Transport von A nach B absichern wollt, dann bietet Vivema zusätzlich eine gesonderte Transportversicherung für Tiny- und Modulhäuser an. Alle Infos zu dieser findet ihr hier: https://www.vivema.de/transportversicherung

 

Ein Tiny House, das von einem schwarzen Pickup gezogen wird

Ein Tiny House auf der Straße zu bewegen ist gar nicht so einfach und gerade bei größeren Strecken gibt es doch einige Gefahren. So kann das Haus schnell beschädigt werden. Mit einer Transportversicherung kann man sich zumindest finanziell gegen böse Überraschungen schützen.

Gegen was wir unser Tiny House "Shallot" alles versichern

Für unser eigenes Tiny House haben wir die Versicherung von Vivema auf jeden Fall auch schon abgeschlossen. Bisher haben wir das Grund-Paket und zusätzlich noch das Wasser- und Outdoor-Paket. So kommen wir auf ca. 20€/Monat und haben für einen Großteil aller Eventualitäten vorgesorgt. Das Autarkie- und Vermieter-Paket sind für uns aktuell nicht relevant, da wir anfangs weder eine Photovoltaikanlage haben werden, noch unser Baby „Shallot“ vermieten wollen. 

Hoffentlich hilft dir dieser kleine Überblick über die Tiny House Versicherung von Vivema weiter. Wenn du Fragen oder Anregungen hast, melde dich gerne direkt bei uns oder hinterlasse einen Kommentar unter diesem Beitrag.

 

tiny Grüße

Jonas

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