Tiny House mit einer großen überdachten Terrasse davor

Erhöhte Terrasse mit Dach selber bauen

Wir haben uns unsere eigene, freistehende und überdachte Terrasse aus Holz gebaut. Ein großer Teil der Arbeit bestand dabei daraus, das Holz zu behandeln und die vielen Schrauben festzuziehen.

Die Terrasse als wichtige Wohnraumerweiterung

Gerade in wärmeren Ländern sind Tiny Houses sehr verbreitet. Der Grund, warum sie aus Ländern wie Australien, den USA oder Neuseeland kommen, ist neben dem Platz und den Möglichkeiten, dass das Klima es zulässt, auch viel Zeit draußen zu verbringen. Aber wir haben hier in Deutschland auch warme Sommer, d.h. auch bei uns ist eine Terrasse eine Wohnraumerweiterung. So haben wir begonnen unsere eigene Terrasse zu planen.

Warum eine Terrasse wichtig ist

Nachdem wir im September 2021 eingezogen waren, hätten wir die Terrasse eigentlich gerne bereits für den Winter gehabt. Denn neben der Wohn- und Esszimmererweiterung stellt sie auch einen überdachten Eingangsbereich da. Somit muss man nicht im Regen vor dem Haus stehen oder direkt mit den matschigen Schuhen ins Haus steigen. Auf einer überdachten Terrasse kann man beispielsweise auch die Wäsche aufhängen oder dreckige Schuhe stehen lassen.

Mann misst am Boden die Position für Schraubfundament aus.

Die ersten Abmessungen für die Schraubfundamente.

Aufbau und Zusammensetzung unserer Terrasse

Wir entschieden uns dazu, eine frei stehende, überdachte Terrasse zu planen. Nach ersten Recherchen stellten wir fest, dass eine Überdachung das ganze Projekt etwas schwieriger machen würde, jedoch konnten wir auch keinen entsprechenden Dienstleister finden, der uns zeitnah bei unserem Projekt helfen wollte. Also organisierten wir uns alles selber und stellten uns aus den folgenden zwei Bausätzen unsere Terrasse zusammen:

Beim Material entschieden wir uns für 12x12cm Leimbinder für eine höhere Festigkeit. Die Schraubfundamente müssen 60cm in den Boden geschraubt werden und da wir unsere Terrasse erhöht gestalten wollten, wählten wir die 1m lange Variante und bestellten 24 Stück. Insgesamt sollte die Terrasse 6m lang und 3m breit werden.

Schraubfundamente wurden in Boden gedreht, als Grundlage für die Terrasse

Die ersten Schraubfundamente sind in der Erde, diese können mit Hilfe der Balken gut ausgerichtet werden.

Der Bau der Terrasse beginnt

Das Projekt ließ sich natürlich nicht in ein paar Wochen umsetzen, sondern es dauerte etwas länger und so fingen wir im Dezember an unser Holz zu behandeln. Eine Arbeit, die ich vollkommen unterschätzt hatte. Es ist eine der erste Arbeiten, die zu erledigen ist und gerade bei kühleren Temperaturen dauert das Trocknen von Lasuren relativ lange. Und dann muss das Holz natürlich auch noch überdacht gelagert werden, damit die Lasur im Trockenen liegt, sollte es regnen. Bei der Lasur haben wir uns für ein hochwertiges Produkt von Remmers entschieden und alle Bauteile in zwei Schichten behandelt. Diese Lasur kombiniert Imprägnierung, Grundierung und Lasur in einem – sehr praktisch!

Die Schraubfundamente waren eine geniale Lösung, um die verschiedenen Bauteile nur temporär bzw. wieder entfernbar und trotzdem flexibel mit dem Boden zu verbinden. Bei unserem harten Lehmboden waren wir uns sicher, dass die 24 Schraubfundamente halten würde. Wir wollten keine Betonfundamente nutzen, da diese teuer sind, lange trocknen müssen und auf einem gepachteten Grundstück nur schwer wieder zu entfernen sind.

Hier im Video ist unser gesamter Arbeitsablauf zu sehen.

Nachdem alle Schraubfundamente im Boden waren, konnten wir anfangen die Terrasse selbst wirklich aufzubauen.

Das Dach und die Dielen werden verlegt

 

Nachdem alle 24 Schraubfundamente im Boden waren, stellten wir unsere zwei Rahmen auf und stellten mit Hilfe der Dachsparren die Verbindung her. Als nächsten legten wir das Dach aus Doppelstegplatten darauf und befestigten diese mit den mitgelieferten Profilen. Nun hatten wir immerhin schon einmal einen trockenen Eingang und Platz zum Behandeln von weiterem Holz für die Unterkonstruktion. Die Installation der Unterkonstruktion folgte und dann fehlten nur noch die Dielen, die festgeschraubt werden mussten. Diese haben wir mit Holzschutzgrund und Pflege Öl behandelt und uns hier wieder das teurere Remmers Produkt geleistet. Wenn man ein paar Tausend Euro für Holz ausgibt, dann sollte man nicht bei der Behandlung dessen sparen.

Als Überdachung haben wir uns für Seilspannmarkisen entschieden, die wir im Winter hochziehen können, damit auch dann noch genug Licht ins Haus kommt. Der Anbieter Sonnenschutz Maßanfertigung hat zu einem sehr guten Preis ein klasse Produkt geliefert.

Es war noch einmal eine Fleißarbeit all die Dielen festzuschrauben.

Im März stellten wir die Terrasse dann endlich fertig und konnten sie einweihen. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis und falls es Fragen gibt, meldet euch gerne in einem Kommentar unter diesem Post.

tiny Grüße

Vroni

 

PS: Wir haben unseren Tiny House – Bau, sowie weitere Schritte im Ausbau in Videos festgehalten, die du hier finden kannst.

Sonnige Terrasse mit Sonnenschutz vor Tiny House

Mit unserem neuen Tisch und der Möglichkeit unser Regenwasser zu sammeln kann der neu gewonnene Raum wunderbar genutzt werden.

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